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Die Blutwäsche bei kranker Niere
Das Thema der Blutwäsche (=Dialyse) ist bei vielen verschiedenen und langjährigen Erkrankungen wichtig.
An eine künstliche Niere müssen häufig solche Patienten angeschlossen werden, die lange Jahre einen Diabetes (Zuckerkrankheit) haben , bei denen eine Erbkrankeit der Nieren in ihrer Familie bekannt ist, die immer wiederkehrende Nierenbeckenentzündungen oder Nierensteine haben, langjährig unter Bluthochdruck leiden oder viele Jahre Schmerzmedikamente eingenommen haben.
Vielleicht hat Ihnen Ihr Hausarzt oder Nierenspezialist schon einmal mitgeteilt, daß Ihre Nierenwerte (z.B. Kreatinin) schlechter geworden sind. Oder Ihnen sind andere Symptome und ein Krankheitsgefühl aufgefallen.
Hierzu gehören:
Das alles ist durch eine chronisch kranke Niere verursacht. Die Urinausscheidung sinkt und die Giftstoffe, die eine gesunde Niere aus dem Blut filtert, steigen an. Folgende Vorsorge, entweder beim Hausarzt oder in einer Nierenambulanz, wo auch die Blutwäsche stattfindet, ist ratsam: Regelmäßige Kontrolle der Nierenwerte, Gewichtskontrollen, Ernährungsberatung. Der Beginn der Blutwäsche ist abhängig von den schlechter werdenden Nierenwerten und einer Vergiftung und Überwässerung des Körpers.
Die Blutwäsche funktioniert folgendermaßen: Die Blutwäsche findet über eine Maschine (Dialysegerät) statt, die die Funktion der Nieren übernimmt, d.h. sie ist eine Nieren-Ersatztherapie. Der Kranke hat über seine Blutbahn Verbindung zum Dialysegerät.
Diese Verbindung nennt man SHUNT! Ein Shunt muß durch eine kleine Operation angelegt werden. Der Shunt ist ein Zugang zum Blutkreislauf des Körpers, um einen Zugang für die Blutwäsche zu schaffen. Dazu muß hier genauso viel Blut wie in einer gesunden Niere fliessen.
Die Operation eines Shuntes bedeutet, daß wir Ihnen eine Kurzschlußverbindung zwischen einer Schlagader (Arterie) und einer blauen Ader (Vene), meistens am Arm, anlegen. Bei schlechten Adern wird ein Kunststoffstück zwischengeschaltet.
Literatur: Horstmann,R., Heistermann,P., Holzgreve,A., Hohlbach,G. Der thrombosierte Dialyseshunt - Stellenwert der Angioplastie im chirurgischen Behandlungskonzept chir. praxis 51: 143-150 (1996) Horstmann,R., Brune,E., Heistermann,P., Hohlbach,G. Wertigkeit der präoperativen Angiographie in der Chirurgie des Hämodialyseshunts Langenbecks Arch. Chir. Suppl.: 440-442 (1997) Horstmann,R., Meffert,R.: The Failed Vascular Access for Hemodialysis: Importance of the Balloon Angioplasty in Surgical Treatment, pp 165-171 In: ML Henry, RM Ferguson (eds): Vascular Access for Hemodialysis Tuscon, Ariz., Precept Press (1997) |
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