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Aktion zum 8. Deutschen Lebertag ein voller Erfolg
„Die Aktion des Qualitätszirkels Leber der Ärztekammer Westfalen-Lippe war ein voller Erfolg“ meint Privatdozent Dr. Anton Gillessen, Internist und Chefarzt im Hiltruper Krankenhaus, als Vorsitzender des Qualitätszirkels und Organisator der Aktion. Das bestätigte auch der Organisator des 8. Deutschen Lebertages, Herr van Thiel von der Deutschen Leberhilfe e.V., einer sehr aktiven Selbsthilfevereinigung der Leberkranken, die mit dieser Aktion seit 8 Jahren das Wissen um Leberkrankheiten verbessern wollen. Die größte Aktion dieser Art in Deutschland war das.
Exakt 640 Blutuntersuchungen konnten an einem Tag bei Interessierten Bürgerinnen und Bürgern in der Bezirksregierung am Domplatz und zeitgleich im Hiltruper Krankenhaus durchgeführt werden, die alle wissen wollten: „Wie sind meine Leberwerte ?“
Motivationen mitzumachen gabe es viele: Da war der junge Student, der freimütig sagte, er wolle sehen, ob die alkoholreiche Feier vom Vortag messbare Spuren bei den Leberwerten hinterlassen hat. Oder die Mutter, die sich wegen der Hepatitis im Kindergarten Sorgen um eine Anstreckung machte. Viele ältere Menschen suchten die Chance, mal eben zwischendurch die Kontrolle der Leberwerte machen zu lassen, die sowieso der Hausarzt gelegentlich durchführt.
Dabei ging es nicht ohne Wartezeit. Gerade zu Beginn der Aktion, als draussen vor der Tür Markt war, standen die Schlangen in Viererreihen. Die Ärzte des Qualitätszirkels und ihre Helferinnen und Helfer hatten alle Hände voll zu tun, den vielen Wissbegierigen Blut abzunehmen. „So was haben wir hier noch nie gehabt“, lobte Alfred Wirtz, Vizepräsident der Bezirksregierung, die Aktion und ließ sich gleich auch selbst Blut abnehmen.
Wer nun glaubt, ab Montag in den an den Abnahmeorten aushängenden Listen Namen und deren Leberwerte identifizieren zu können, wird enttäuscht werden, denn die Aktion war vollständig anonym durchgeführt worden. Lediglich Alter und Geschlecht wurde erfragt um die Normwerte zuordnen zu können. Die mitgegebene Nummer dient jedem, um seine Blutprobe zu identifizieren. Die Aktion war nur möglich, weil die Labore Löer, Treder und Partner, die Laborgemeinschaft Mediteam und das Zentrallabor des Hiltruper Krankenhauses die Untersuchungen kostenlos für die Aktion durchgeführt haben, bestätige Prof Hartmut Schmidt, Internist an der Uniklinik, der auch selbst mit Blut abnahm.
Etwa 60 der bei der Aktion am 21.11.07 entnommen Proben haben erkennbar erhöhte Werte. Diese Teilnehmer werden nun aufgefordert, sich bei ihrem Hausarzt weiter untersuchen zu lassen, um die Ursache der GPT-Erhöhung aufzudecken und eine Behandlung möglich machen zu können. Ein Glück, denn die Leberkrankheiten tun nicht weh und würden sonst jahrelang fortschreiten können ohne bemerkt zu werden.
"Wir denken über eine Wiederholung der Aktion im nächsten Jahr nach, denn nur so können wir dazu beitragen, dass die vielen unentdeckten Leberkrankheiten vielleicht rechtzeitig erkannt werden, um sie dann erfolgreich behandeln zu können", betonte Dr. Anton Gillessen.
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