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Demenz

 

Die Demenz gehört zu den häufigsten Erkrankungen des höheren Lebensalters, ist aber selten auch schon in jüngerem Lebensalter anzutreffen. Ca. 10- 15% der über 65-Jährigen leiden an einer Demenz. Mit steigendem Lebensalter nimmt die Erkrankungswahrscheinlich-keit zu, bei 40% der Neunzigjährigen und bei 80% der Hundertjährigen liegt eine Demenz vor.

 

Die häufigste Form ist die Demenz vom Alzheimer-Typ, gefolgt von Demenzen aufgrund von Hirndurchblutungsstörungen. Daneben gibt es eine Vielzahl von anderen Erkrankungen, die mit einer Demenz einhergehen wie die Lewy-Körper-Demenz, der Normaldruckhydrocephalus, die Creutzfeld-Jakob-Erkrankung, das Korsakow-Syndrom, Vitamin-B12-Mangel, Neurolues, HIV-Encephalopathie, Demenzen bei Störungen des Schilddrüsenstoffwechsels und viele mehr.

 

Die meisten Demenzformen können ursächlich nicht oder noch nicht behandelt werden. Für diese Formen der Demenz, insbesondere für die Alzheimer-Demenz, stehen allerdings Medikamente zur Verfügung, die den Verlauf der Erkrankung verlangsamen.

Bei etwa 15% der Demenzen liegen allerdings behandelbare Ursachen zugrunde. Eine exakte Diagnosestellung und Ursachenabklärung ist daher von erheblicher Bedeutung.

 

Als diagnostische Verfahren kommen im Herz-Jesu-Krankenhaus folgende Untersuchungsmethoden zur Anwendung:

Testpsychologische Untersuchungen (Mini-Mental-Status, DemTec, geriatrische Depressionssklala, Uhrentest, Finger benennen, ADAS)
Computer- und Kernspintomographie des Gehirns
Ausführliche Laboruntersuchungen
Elektroencephalographie (EEG)
Nervenwasser- bzw. Liquoruntersuchung (Tau-Protein, Beta-Amyloid, 14-3-3-Protein, Neuronenspezifische Enolase, S-100)

 

Die Therapie richtet sich nach der vorliegenden Demenzform. Bei der Alzheimer-Demenz kommen Medikamente  (zentrale Cholinesterasehemmer) zum Einsatz, die zu einer Verlangsamung des Krankheitsprozesses führen. Darüber hinaus werden ergotherapeutische, sozio- und psychotherapeutische Maßnahmen durchgeführt. Häufig erfolgt nach Diagnosestellung auch eine Vermittlung der Patienten und Angehörigen an spezielle gerontopsychiatrische Einrichtungen.

Andere Demenzformen werden ursächlich behandelt wie der Normaldruckhydrocephalus durch Anlage eines ventrikuloperitonealen Shunts oder die Neurolues durch Antibiotika.