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Zuwendung Kompetenz Transzendenz
sind Schlüsselbegriffe, die unsere Grundhaltung in der täglichen Arbeit umschreiben.
Ziel jeglichen Handelns im Herz-Jesu-Krankenhaus ist der Mensch und die Beachtung seiner Würde.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ärztlichen Dienst, im Pflegedienst und in den anderen Berufsgruppen lassen sich immer wieder neu herausfordern, im Wege der Zuwendung kompetente qualifizierte Arbeit für die Patientinnen und Patienten zu leisten. Denn wir wissen, dass wir nur dann an der Gesundheit oder gar Heilung von Menschen mitwirken können, wenn wir den Menschen in seiner Ganzheit ansprechen.
Unter diesem Leitgedanken leisten die Ärztinnen und Ärzte unseres Hauses qualifizierte Medizin in interdisziplinärer Zusammenarbeit nach dem neuesten Stand der Forschung mit modernsten medizinisch-technischen Geräten.
Unter diesen Leitgedanken stellt sich unser Fachpersonal in der Pflege beim kompetenten Dienst in unmittelbarer Patientennähe.
Unter diesem Leitgedanken steht auch das Personal der verschiedenen anderen Berufsgruppen bei der fachspezifischen Unterstützung der Behandlung und Pflege in unserem Hause.
Der kompetente Einsatz der High-Tech-Medizin mit ihrem komplexen Leistungsapparat führt uns immer wieder in die Erfahrung, dass unsere Bemühungen dann eine hohe therapeutische Wirkung erzielen, wenn wir uns dem Patienten wirklich zuwenden und ihn in seiner körperlichen, geistigen und seelischen Dimension wahrnehmen.
Das ist gute christliche Tradition in unserem Hause:
Unsere Patienten erwarten Gesundheit durch ärztlich-pflegerische Kompetenz.
Unsere Kunden fordern einen entsprechenden Qualitätsstandard.
Unsere Nächsten vertrauen auf persönliche Hilfe,
- wenn sie in Krankheitstagen auf sich selber zurückgeworfen werden und über ihre eigene Werteinstellung nachdenken. - wenn sie einen Weg in die innere Ruhe suchen. - wenn gläubigem Vertrauen und transzendenter Erfahrung Raum gegeben wird. - wenn sie ihren letzten Weg in ein würdevolles Lebensende gehen.
Dieses Leitbild liegt ganz auf der Linie der Spiritualität der Missionsschwestern vom Hlst. Herzen Jesu von Hiltrup, die Träger des Herz-Jesu-Krankenhauses sind.
Die Ordensgemeinschaft der Missionsschwestern vom Hlst. Herzen Jesu von Hiltrup, auch Hiltruper Schwestern genannt, wurde 1900 in Münster-Hiltrup gegründet und ist seitdem hier ansässig und tätig.
Erstes Ziel der Ordensgemeinschaft ist die Zuwendung zum Menschen mit der Botschaft: Gott liebt jeden Menschen!
Mit dieser gläubigen Grundhaltung wurden im Verlaufe von 100 Jahren vielfältige pastoral-soziale Dienste als Antwort auf die Nöte der Zeit weltweit von den Schwestern geleistet.
Auch die Gründungsgeschichte des Herz-Jesu-Krankenhauses ist von der Not der damaligen Zeit gekennzeichnet, nämlich von der Not des zweiten Weltkrieges:
Ihren Dienst an kranken Menschen begannen die Missionsschwestern bereits 1920 mit der ambulanten Krankenpflege in Hiltrup und Amelsbüren, damals noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Schon bald wurde das Marienheim der katholischen Kirchengemeinde zu einem "kleinen Krankenhaus" ausgebaut, weil der Bedarf dies verlangte. Es entstanden Krankenzimmer für zehn bis zwölf Kranke einschließlich Wöchnerinnen, ein Behandlungszimmer und ein kleiner Therapieraum.
Die Aufsichtsbehörde ließ das Marienheim im Krieg als Krankenhaus räumen, weil es keinen Luftschutzkeller hatte. Der Landkreis Münster suchte Ersatzraum im Mutterhaus der Missionsschwestern an der Hammer Straße. Die Schwestern hatten für die Not des Krieges ein offenes Ohr und stellten unbürokratisch einen Teil des Klosters zur Verfügung. Da 1940 auch die seit 1911 bestehende Klosterschule behördlicherseits geschlossen werden mußte, war es den Schwestern möglich, die Raumsituation so zu organisieren, dass das erste Stockwerk des Mutterhauses für die Einrichtung einer Krankenstation freigeräumt werden konnte.
1941 zogen die ersten Kranken ein. 1942 wurde zusätzlich eine Fürsorgestelle für uneheliche Kinder und deren Mütter eingerichtet. Während der Bombenangriffe wurden auch kranke Kinder eingeliefert. Am Ende des Krieges war das Mutterhaus mit 100 und mehr Säuglingen und Kleinkindern belegt, denn die umgebenden Heime waren fast alle zerstört.
Wegen starker Bombenschäden wurde die Raphaelsklinik von Münster in das Missionshaus der Patres nach Hiltrup verlegt. Die Rückverlegung der Raphaelsklinik nach Münster war für den 1. April 1950 vorgesehen. Politischer Wille war es jedoch, im Süden Münsters, ein Krankenhaus vorzuhalten. Deshalb drängte der Landkreis Münster die Missionsschwestern, aus dem kleinen Belegkrankenhaus ein Fachkrankenhaus zu entwickeln. Für die Schwestern stand nicht die Vergrößerung ihres Krankenhauses im Vordergrund. Sie sahen die Chance, kranken Menschen beizustehen. Dies entsprach genau dem Auftrag der Ordensgemeinschaft.
Entsprechend positiv fiel die Entscheidung aus und in dem umgebauten Mutterhausgebäude an der Hammer Straße (heute Westfalenstraße) 109, wurde am 15. Mai 1950 das Krankenhaus der Missionsschwestern als Fachkrankenhaus eröffnet, zunächst mit den Abteilungen: Chirurgie, Innere Abteilung, Augen- und Hals-Nasen-Ohren Abteilung.
Die anfänglich eher bescheidenen räumlichen Bedingungen zwangen schon bald die Schwestern, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden dem zunehmenden Bedarf und den steigenden Anforderungen zu entsprechen, so dass unser Krankenhaus in der baulichen Substanz und im Leistungsangebot stetig wuchs: Hier einige Daten:
Bauliche Erweiterung: 1953 Erweiterung und Umbauten 1959-1962 Bettenhaus I und Personalwohnheim 1963-1968 Bettenhaus II, Allzweckgebäude mit Festsaal, Behandlungstrakt und Krankenhauskapelle 1969 Nach Brand: Neuerrichtung des Dachgeschosses im Krankenhausaltbau 1970 Fertigstellung des Behandlungstraktes mit Einweihung der Krankenhauskapelle 1983-1984 Neubau Krankenpflegeschule 1985 Waschhausbau mit automatischer Waschstraße 1989-1991 Neuer Eingangsbereich mit Neugestaltung der Liegendanfahrt und Notaufnahme, Nasszellenstrang an der Südseite des Bettenhauses I 1994-1998 weitere Nasszellenstränge an der Südseite des Bettenhauses 1999 Fertigstellung der Feuerwehrumfahrt 1999-2000 Erweiterung des Behandlungstraktes mit neuen Op-Räumen und Erweiterung der Dialyse
Neue Fachabteilungen: 1952 Orthopädie 1958 Urologie 1962 Gynäkologie 1977 Anästhesie und Intensivmedizin 1978 Radiologie 1979 Neurologie 1996 Nephrologie und Dialysezentrum
Rechtsträgerwechsel: 1996 Im Dezember 1996 gründeten die Missionsschwestern von Hiltrup GmbH für ihr Krankenhaus einen eigenen Rechtsträger und übertrug entsprechend ihr Krankenhaus auf die Herz-Jesu-Krankenhaus Hiltrup GmbH
Nach 50jähriger Entwicklung ist das Herz-Jesu-Krankenhaus heute ein modernes Krankenhaus mit einem entsprechenden Leistungsangebot. Auf den folgenden Seiten können Sie sich über die Leistungsfähigkeit unseres Hauses einen Eindruck verschaffen.
Angesichts knapper Ressourcen müssen sich heute die Krankenhäuser auf dem Gesundheitsmarkt behaupten, das Angebot ist groß und vielfältig, der Wettbewerb hart!
Wir Missionsschwestern stehen weiterhin bewusst zu unserer Verantwortung als Krankenhausträger, weil auch heute, oder gerade heute, im Rahmen der notwendigen ärztlich-pflegerischen Versorgung der Bedarf an Zuwendung bei den Menschen groß ist.
Anlässlich der Einweihung des neuen Eingangsbereichs 1991 gaben wir unserem Krankenhaus den Namen "Herz-Jesu-Krankenhaus".
Dieser Name soll unser spezielles Angebot verdeutlichen: Gott hat ein Herz für die Menschen!
Wir bemühen uns täglich neu, dass die Menschen, die in unser Haus kommen, diese Erfahrung machen können.
Wir Missionsschwestern können schon lange nicht mehr alle Aufgaben im Krankenhaus alleine tragen. Im Verlaufe der Jahre konnten wir vielen Menschen einen Arbeitsplatz geben. Wir haben gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wir vertrauen darauf, dass sie auf ihre Weise unseren Auftrag erfüllen mit ihrer persönlichen Grundeinstellung zu unserem Leitbild Zuwendung - Kompetenz - Transzendenz |
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